Inhaltsverzeichnis
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1. Zur „Frühgeschichte“ der
Psychosomatischen Medizin
2. Das Leib-Seele-Problem im Spiegel
des Rationalismus
3. Psychismus und Somatismus – zwei
Medizin-Richtungen im 19. Jahrhundert
4. S. Freuds Entdeckung des ersten
psychosomatischen Modells
5. Erweiterungen und Folgemodelle
des Konversionskonzeptes
6. Das Problem der Spezifität
beim Zusammenwirken seelischer und
körperlicher Faktoren
7. Die zweiphasige Verdrängung
bei Alexander Mitscherlich
8. Pensée operatoire
und Alexithymie
9. Psychosomatik im
Zeichen der Neurobiologie – der
Blick in die Zukunft
Zur „Frühgeschichte“ der Psychosomatischen Medizin

Hippokrates 1 (Culver Pictures)
Geb. ca. 460 v. Chr., wahrscheinlich auf der
Insel Kos (Griechenland), gest.
zw. 370 und
380 v. Chr. in Larissa (Griechenland)
Für viele Mediziner und Medizinhistoriker gilt Hippokrates
als derjenige Arzt der Antike, mit dessen Namen sich der Schritt von der Mythologie
zur Logik im Medizinischen Denken verbindet. Der Mensch erschien Hippokrates
als Ganzes, als beseelter Leib. Besonders wichtig waren ihm und seinen Schülern,
Anamnese und Beobachtung der Patienten, um auf diesem Wege zu Diagnose und
Therapie zu gelangen. Das war ein deutlicher Bruch mit der medizinischen Tradition
seiner Zeit, in der Krankheiten als durch Götter und magische Kräfte
verursacht angesehen wurden. „Bis zum Beginn der Neuzeit bildeten die
Hippokratische Lehre, vor allem in der durch Galen (129 – 199 n. Chr.)
systematisierten und überlieferten Form einerseits und der christlichen
Lehre und Anthropologie andererseits gemeinsam mit starken magischen Elementen
die Grundlagen der Heilkunde“ (Wesiack
1974, S. 43)2
Wesiack (1974, S. 34) geht davon aus, dass die Heilkunde der Hippokratiker
mit vollem Recht psychosomatisch genannt werden könne. Er erwähnt eine quasi psychotherapeutische Intervention (S. 35), mit der Hippokrates dem Makedonier-König
Perdikkas dessen unbewusste Verliebtheit in eine Nebenfrau seines verstorbenen
Vaters deutete und so seine vermeintliche Schwindsucht heilte.
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2 Wesiack W: Grundzüge der psychosomatischen Medizin. Beck, München,
1974
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1. Zur „Frühgeschichte“ der
Psychosomatischen Medizin
2. Das Leib-Seele-Problem im
Spiegel des Rationalismus
3. Psychismus und Somatismus – zwei
Medizin-Richtungen im 19. Jahrhundert
4. S. Freuds Entdeckung des
ersten psychosomatischen Modells
5. Erweiterungen und Folgemodelle
des Konversionskonzeptes
6. Das Problem der Spezifität
beim Zusammenwirken seelischer und
körperlicher Faktoren
7. Die zweiphasige Verdrängung
bei Alexander Mitscherlich
8. Pensée operatoire
und Alexithymie
9. Psychosomatik im Zeichen
der Neurobiologie – der Blick in die Zukunft
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