Analytische und tiefenpsychologisch fundierte Gruppenpsychotherapie haben sich aus der Psychoanalyse in Verbindung mit der Sozialpsychologie von Gruppen und der Gruppendynamik entwickelt. In analytischen und tiefenpsychologischen therapeutischen Gruppen werden die sozialen Erscheinungsformen intrapsychischer Verhältnisse untersucht und therapiert. In keiner anderen Therapieform als der Gruppenpsychotherapie können intrapsychische Konflikte und ihre häufigen sozialen Auswirkungen in zwischenmenschlichen Beziehungen so überzeugend transparent gemacht und gleichzeitig behandelt werden. Nach den bisher vorliegenden Forschungsergebnissen ist Gruppenpsychotherapie zur Behandlung psychischer und psychosomatischer Erkrankungen und Störungen im Wesentlichen gleich wirksam wie Einzelpsychotherapie. Allerdings sollte jeweils entschieden werden, mit welchem Verfahren einem bestimmten Menschen mit seiner Problematik und seiner individuellen Lebensgeschichte am besten geholfen werden kann. Diese Indikationsstellung sollte von gut ausgebildeten Psychotherapeuten vorgenommen werden. Patienten können sich bei den regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen und noch genauer bei den psychotherapeutischen Dachverbänden (für die Psychoanalyse sind dies die DGPT, DPG, DPV, DGAP und DGIP) erkundigen, ob ihr Psychotherapeut eine qualifizierte Ausbildung in einem wissenschaftlich anerkannten Verfahren absolviert hat. Die Kosten für analytische und tiefenpsychologisch fundierte Gruppenpsychotherapie bei dafür ausgebildeten Psychotherapeuten werden von gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen. In der kassenärztlichen Versorgung wird Gruppenpsychotherapie mit psychoanalytisch begründeten Verfahren in Kleingruppen von 6 bis 9 Gruppenteilnehmern durchgeführt.
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